Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie die Fragen, die uns häufig gestellt werden und die wir Ihnen an dieser Stelle gerne beantworten möchten:

Tritt das "Fetale Alkoholsyndrom" (FAS) nur bei Kindern alkoholabhängiger Frauen auf?

FAS ist kein Phänomen, das nur Kinder von alkoholabhängigen Müttern betrifft. Ein einziges Gläschen während der gesamten Schwangerschaft wird bei der Entwicklung eines Kindes später nicht definitiv nachweisbar sein. Aber auch der gelegentliche gesellige oder einmalige exzessive Konsum kann bleibende Hirnschäden verursachen.

 

Ich habe vor kurzem erfahren, dass ich schwanger bin. In den letzten Wochen habe ich allerdings immer mal wieder Alkohol getrunken. Was soll ich jetzt tun?

Viele Frauen wissen gerade zu Beginn einer Schwangerschaft gar nicht, dass sie schwanger sind. Sollten in dieser Zeit alkoholhaltige Getränke konsumiert worden sein, ist es wichtig, für den Rest der Schwangerschaft komplett auf alkoholhaltige Getränke zu verzichten. Der kindliche Organismus kann sich in der "restlichen" alkoholfreien Zeit normal und gesund entwickeln.

 

Ist ein Gläschen Wein weniger schädlich für das Ungeborene als andere alkoholhaltige Getränke?

Die unterschiedlichen alkoholhaltigen Getränke unterscheiden sich in ihrer Wirkung nicht - egal ob Spirituosen, Wein, Sekt oder Bier. Entscheidend ist die Menge an reinem Alkohol, die man zu sich nimmt. Die unterschiedlichen Getränkesorten weisen zwar einen unterschiedlichen Alkoholgehalt auf, werden aber auch in unterschiedlichen Gläsergrößen getrunken. Ein Gläschen Wein ist also in diesem Fall nicht "gesünder" als ein Schnaps. Daher gilt die Verzichtsempfehlung für alle alkoholhaltigen Getränke gleichermaßen.

Darf ich während der Schwangerschaft alkoholfreies Bier trinken? Ich habe gehört, dass darin geringere Mengen Alkohol enthalten sind.

In alkoholfreiem Bier können – je nach Hersteller – geringe Mengen Alkohol (bis zu 0,5 % vol) enthalten sein. Die meisten Fruchtsäfte enthalten von Natur aus durch Gärprozesse vergleichbare Alkoholmengen. Auch bestimmte Lebensmittel (z. B. reife Bananen, Sauerkraut oder Kefir) können eine geringe Alkoholkonzentration aufweisen. Bei einem Wert von bis zu 0,5 % vol Alkohol muss eine solch geringe Alkoholkonzentration auf der Verpackung nicht deklariert werden. Die Hersteller können die Produkte aber freiwillig kennzeichnen. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie beim Kauf von alkoholfreiem Bier auf den Hinweis "0,0 Promille" achten. Da alkoholfreies Bier geringe Mengen an Restalkohol enthalten kann, ist es nicht für Menschen geeignet, die aufgrund einer früheren Alkoholerkrankung gänzlich abstinent leben. Das gilt natürlich auch für alkoholabhängige Frauen, die im Rahmen einer Schwangerschaft ihre Krankheit überwinden wollen.

 

Darf ich während der Schwangerschaft Pralinen mit spezieller Cremefüllung essen, die ein wenig nach Alkohol schmeckt?

In solchen Pralinen ist Alkohol nur so geringfügig enthalten, dass es für das ungeborene Kind und die schwangere Frau unbedenklich ist; es sei denn, die Schwangere ist trockene Alkoholikerin, dann birgt der "Alkoholgeschmack" die Gefahr eines Rückfalles in sich. 

 

Beratungsstellen:

FAS ist nicht heilbar, aber Therapien können helfen, das Potential der Kinder optimal auszuschöpfen. In Deutschland existieren drei Beratungsstellen für Familien mit FAS-Kindern. Sie finden ausführliche Informationen und Hilfsangebote unter folgenden Anlaufadressen:

In Münster:

Dr. Reinhold Feldmann
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
des Universitätsklinikums Münster
Albert-Schweitzer-Campus 1
48149 Münster
Tel.: 0251 8356439
Fax: 0251 8349594
E-Mail: feldrei@uni-muenster.de

In Walstedde:

Dr. Reinhold Feldmann
FAS-Ambulanz der Tagesklinik Walstedde
Dorfstraße 9
48317 Walstedde
Tel.: 02387 91946100
Fax: 02387 91948610
E-Mail: feldmann@tagesklinik-walstedde.de

In Berlin:

FASD-Zentrum Berlin
Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr
SPZ Abt. Kinder- und Jugendpsychiatrie
Campus Virchow-Klinikum
Charité Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Tel.: 030 450564308
E-Mail: fasd-zentrum@charite.de

Mehr Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.fasd-deutschland.de und www.fetales-alkoholsyndrom.de.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft, die Sie hier nicht gefunden haben? Dann fragen Sie doch einfach Dr. Reinhold Feldmann und sein Expertenteam! Über das Kontaktformular können Sie anonym Ihre Frage stellen, die von unseren Experten in Kürze beantwortet wird.

Häufige Fragen

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