Was versteht man unter dem "Fetalen Alkoholsyndrom" (FAS)?

Generell unterscheidet man zwei Schweregrade von Schädigungen, die aufgrund des Alkoholkonsums der Mutter auftreten können:

1. Das "Fetale Alkoholsyndrom" (FAS) tritt meist dann auf, wenn das Kind während der gesamten Schwangerschaft einem hohen Maß an Alkohol ausgesetzt ist. Es umfasst das "Vollbild" der Schädigung in allen drei Bereichen:

Körperliche Fehlbildungen und Auffälligkeiten (am häufigsten sind Gesichtsveränderungen, Fehlbildungen der Augen, Nierenschäden und Herzfehler),

Wachstumsstörungen (geringes Geburtsgewicht) und

Störungen des zentralen Nervensystems (z. B. verminderte Intelligenz, Wahrnehmungsstörungen).

Dieses Krankheitsbild hat auch intellektuelle Beeinträchtigungen (z. B. Lernschwierigkeiten, Konzentrationsschwäche) zur Folge. FAS-Kinder können Regeln und Sinnzusammenhänge nur schwer erfassen. Auch ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit ist deutlich verringert. Emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten kommen hinzu. Die natürliche Angst vor Gefahren fehlt überwiegend, so dass die Kinder häufiger in gefährliche Situationen geraten können, z. B. im Straßenverkehr oder beim Klettern. Auffälliges Merkmal bei der Mehrzahl der Kinder mit FAS ist ein geringes Distanzgefühl. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind überwiegend naiv, leichtgläubig und verleitbar.

2. Man spricht von "partiellem FAS", wenn die körperlichen Merkmale zum Teil oder gänzlich fehlen. Die betroffenen Kinder haben aber im gleichen Ausmaß die genannten Störungen des zentralen Nervensystems und zeigen ebenfalls die teils erheblichen geistigen Defizite und Verhaltensauffälligkeiten.

Schädigungen, die durch Alkohol in der Schwangerschaft hervorgerufen werden, sind unheilbar. Verzichten Sie konsequent auf Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit - Ihr Baby wird es Ihnen mit einem gesunden, glücklichen Lächeln danken!